GARTENWISSEN:

DIE GESCHICHTE DES GARTENS:

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Sie umfasst den Beginn und das Ende des Lebens. Schon in der Bibel beginnt die Existenz des Menschen in einem Garten: „Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen, und setzte den Menschen drein, den er gemacht hatte...“. Der Garten ist so zu sagen das Alpha und Omega eines dem Göttlichen nahen Zustands und somit ein Abbild der kosmischen Schöpfung.

Gärten liegen im Spannungsfeld zwischen Architektur, Kunst und Natur. Sie sind eine rein menschliche Schöpfung, die aber die göttliche Schöpfung zu integrieren versucht. Als gestalterisches Leitbild dient die
Sehnsucht nach einer Geborgenheit und Glück vermittelnden Umgebung. Besonders die in spirituellem Kontext angelegten Gärten wie die Zen-Gärten des japanischen Buddhismus zielen auf die Ausbildung eines höheren Bewusstseins, einer alles einbeziehenden Einheit, das den trennenden Impuls des autonomen Selbstbewusstseins überwindet.

Gärten können somit als
Integrationsmedium bei der Verschmelzung von Geist und Natur eine sehr konstruktive und verbindende Rolle spielen. Schon die ägyptischen Hofärzte haben ihren Patienten Gartenspaziergänge zur Heilung von Krankheiten verschrieben.

Zahlreiche Untersuchungen bestätigen:
Gärten haben eine therapeutische Wirkung. Der Umgang mit Pflanzen, der Aufenthalt in einem Garten oder Park fördert das Wohlbefinden.

Die Farbe Grün besitzt im Farbspektrum die kürzeste Wellenlänge und entfaltet dadurch die stärkste Entspannungswirkung, die Farbenpracht heitert das Gemüt auf, die Pflanzen verströmen wohltuende Düfte. die Ruhe, die nur vom Wind, dem Rauschen der Blätter oder romantischem Vogelgezwitscher unterbrochen wird, verführt zum Träumen und versetzt den Besucher in einen Zustand der Kontemplatíon.

STUDIE ZUR WIRKUNG DER FARBE GRÜN:

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Eine aktuelle Studie der Ludwig-Maximilians-Universität in München hat ergeben, dass die Farbe Grün die Menschen am ehesten in einen geistigen Zustand versetzt, der beim Schöpfen neuer Ideen behilflich ist. Damit hat sich einmal mehr bestätigt, dass der Aufenthalt in einem Garten auch die Kreativität fördert.

Viele von uns benötigen den Garten für ihr persönliches Gleichgewicht. Dies umso mehr, je weiter sich der Lebensstil von der Natur entfremdet. Daher erscheint es nur konsequent, dass in den letzten Jahren das Thema Garten mehr und mehr auch in Therapie, Pflege und Erziehung Einzug gehalten hat.

Der Aufenthalt in der Natur entspricht einem tiefen menschlichen Grundbedürfnis, das in allen Kulturen höchste Wertschätzung genießt. Der Garten ist ein zentrales Kulturprodukt der Menschheit, das an und mit der Natur arbeitet. Die Nutzungsmöglichkeit von Gärten und Parks ist daher auch ein wesentliches Kriterium für Ethik und Nachhaltigkeit. Harmonisch gestaltete Gärten kultivieren Vertrauen und geben uns Halt. Ihre verzaubernde Wirkung erscheint uns zeitlos. Das Erscheinungsbild sowie die von Pflanzen und Bäumen ausgehenden subatomaren Schwingungen sind die einzige Konstanten, die den Menschen von klein auf und sein Leben lang unverändert begleiten.

So erleben wir Bäume, Blumen, Gräser, Sträucher, Insekten sowie die für einen Garten typischen Geräusche und Gerüche, die unser Bewusstsein schon in der frühkindlichen Phase geprägt haben, bis ins hohe Alter immer gleich. Alles andere aber nehmen wir über die Jahre stark verändert wahr, denn wir altern und unser sozialer Status ist einem ständigen Wandel unterworfen.

Fazit: Gärten und Parks bieten den idealen Einstieg in eine nachhaltig stabilisierende, und revitalisierende Therapie.

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